Das Inhaltsverzeichnis Ihrer Bachelorarbeit

Wozu das Inhaltsverzeichnis Ihrer Bachelorarbeit dient und wie es gestaltet sein muss, um einen guten Überblick zu bieten und ansprechend zu sein.

1. Das Inhaltsverzeichnis dient dem Überblick

Das Inhaltsverzeichnis gibt Ihren Leserinnen und Lesern einen ersten Überblick über die wesentlichen Aspekte Ihrer Bachelorarbeit. Es zeigt darüber hinaus den Aufbau Ihrer Arbeit und hilft, bestimmte Punkte schnell aufzufinden. Das Inhaltsverzeichnis dient also der Orientierung und weckt darüber hinaus eine Erwartungshaltung beim Lesenden.

Aber auch für Sie als Autor gibt das Inhaltsverzeichnis den Rahmen vor, in dem sich Ihre Bachelorarbeit bewegt.

2. Das Inhaltsverzeichnis steht am Anfang Ihrer Bachelorarbeit

Das Inhaltsverzeichnis steht in Deutschland zumeist am Anfang eines Werkes, gleich nach dem Titelblatt und noch vor dem Vorwort und erst recht vor der Einleitung. Es darf aber auch am Schluss stehen (gängig zum Beispiel in Frankreich oder Italien). Es sei nur am Rande erwähnt, dass es auch möglich ist, zu Anfang eine reine Inhaltsübersicht zu geben (die nur die Hauptkapitel enthält) und das ausführliche Inhaltsverzeichnis (mit den Unterkapiteln) an den Schluss zu stellen. Bei einer Bachelorarbeit ist es jedoch ratsam, das komplette Inhaltsverzeichnis gleich an den Beginn zu stellen.

3. Das Inhaltsverzeichnis enthält alle Kapitel und Unterkapitel mit ihren zugeordneten Paragraphen

Selbstverständlich muss das Inhaltsverzeichnis alle Ihre Kapitel und Unterkapitel mit ihren zugeordneten Paragraphen enthalten. Es versteht sich von selbst, dass die Nummerierung Ihrer Kapitel durchgehalten und auch im Fließtext aufgegriffen werden muss.

Außerdem muss das Inhaltsverzeichnis zwingend die Form Ihrer Bachelorarbeit aufzeigen. Wenn also Paragraph 2.1 ein Unterpunkt zu Paragraph 2 ist, muss sich das auch in der äußeren Gestaltung zeigen.

4. Ein Beispiel einer gelungenen Gliederung

Einleitung

1. Über mein Schreiben
   1.1. Wie es begann
   1.2. Wie es sich entwickelte
   1.3. Warum ich schreibe

2. Erase and rewind
   2.1. Die Idee
   2.2. Die Figuren und Ihre Handlungen
      2.2.1. Die Ich-Erzählerin oder Laura 1
      2.2.2. Laura
      2.2.3. Helene, Martin und Maria
   2.3. Wie der Text sich schreibt
   2.4. Erdachtes oder wie Menschen zu Figuren werden
   2.5. Von der Notwendigkeit des Erinnerns
   2.6. Das Ringen um das beste Wort
   2.7. Kritische Leser finden

3. Form und Inhalt
   3.1. Der Stoff
   3.2. Der Titel
   3.3. Zyklische Struktur
   3.4. Überarbeitung nach der Kritik
   3.5. Streichen und Hinzufügen
      3.5.1. Helenes Selbstmord
      3.5.2. Martins Unfall
   3.6. Stil überarbeiten

4. Vom Leser zum Autor
   4.1. Bewusste und unbewusste Einflüsse
   4.2. Was Hermann Hesse, Robert M. Pirsig und Haruki Murakami gemeinsam haben
   4.3. Karen Duve: das Schlüsselerlebnis oder „Das ist kein Liebeslied“ 
   4.4. Was sich durch das Schreiben verändert hat

Schlussbetrachtung

5. Einige ergänzende Tipps zum Aufbau Ihres Inhaltsverzeichnisses

Sie sehen, es ist in der Regel weder sinnvoll noch notwendig, Ihr Inhaltsverzeichnis tiefer zu gliedern als in drei Stufen. (1.2.1. reicht also völlig aus. Sie brauchen keine 4 Stufen wie z. B. 1.2.1.1.).

Wenn Sie einen Abschnitt 2.1. definiert haben, sollte es auch einen Abschnitt 2.2. geben.

Achten Sie auf eine einigermaßen gleichmäßige Tiefe der Untergliederung Ihrer Bachelorarbeit. (Es ist unsauber, in Kapitel 1 keinen Unterpunkt, z. B. 1.2., zu haben, wenn Sie sich im Kapitel 2 viele Unterunterpunkte leisten: z. B. 2.1.1, 2.1.2 und 2.1.3.)

Die Form Ihrer Kapitel- und Paragraphennummerierung im Inhaltsverzeichnis und im Text bleibt Ihnen überlassen. Sie dürfen sowohl auf römische als auch auf arabische Ziffern zurückgreifen, Buchstaben des Alphabets nutzen etc. Allerdings müssen die Nummerierungen im Inhaltsverzeichnis mit denen im Fließtext deckungsgleich sein.

Es könnte z. B. auch heißen: A Über mein Schreiben und dann in Folge A.1., A.2. etc.

Es ist sinnvoll, die Nummerierung Ihrer Überschriften rechts eine gerade Linie bilden zu lassen, sprich so:

IV.Über mein Schreiben
V.Erase and rewind
VI.Form und Inhalt

und nicht so:

IV.Über mein Schreiben
V.Erase and rewind
VI.Form und Inhalt

Seien Sie sich bewusst, dass Ihr Inhaltsverzeichnis Arbeitshypothesen aufstellt, die Sie im Text ausführen müssen. Es ist daher zu empfehlen, dass Sie zu Beginn Ihrer Bachelorarbeit ein Inhaltsverzeichnis entwickeln (das in etwa Ihrer Gliederung entspricht), das Ihnen einen Arbeitsbereich absteckt. Sicherlich werden Sie Ihr Inhaltsverzeichnis noch einige Male modifizieren, es inhaltlich und sprachlich an Ihren Forschungs- und Wissensstand anpassen müssen, bis es mit Ihrer Bachelorarbeit reift und wächst. Dennoch hilft Ihnen eine erste Fassung Ihres Inhaltsverzeichnisses, Ihren Weg nicht aus dem Auge zu verlieren, auch wenn er noch einige Gabelungen und Umwege nehmen wird. Wesentlich für ein gelungenes Inhaltsverzeichnis ist die klare Struktur, die schon hier einen geglückten Aufbau vermuten und einen roten Faden erahnen lässt.

Quellenangaben: 
Umberto Eco. (1993). Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. 6. Aufl., Heidelberg: UTB für Wissenschaft

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