Tipps zum Schreiben einer Hausarbeit von Prof. Dr. Anne Amend-Söchting Hausarbeiten schreiben Tipps speziell für Geisteswissenschaftler

Den Schreibprozess erfolgreich gestaltenAnne Amend-Söchting

Hier finden Sie Antworten zu Fragen rund um das Schreiben von Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und ähnlichen universitären Texten.

Wie und wann fange ich mit dem Schreiben an?

Sollten Ihnen zündende Ideen und entsprechende Formulierungen durch den Kopf gehen, dann gilt: möglichst sofort notieren, notfalls auf dem Handy. So sammeln Sie schon vor dem eigentlichen Schreibprozess einen gewissen Grundstock an Sätzen, der Ihnen den Beginn erleichtert. Nichts ist frustrierender, als vor dem leeren Blatt bzw. Bildschirm zu sitzen und auf die Inspiration zu warten.

Der Schreibprozess an sich ist wechselhaft: es kann sein, dass Sie an manchen Tagen in kurzer Abfolge hervorragend formulierte Argumentationsketten in Ihre Datei tippen, es ist aber genauso normal, dass Sie manches Mal beim besten Willen nicht weiterkommen. Dann sollten Sie trotzdem nicht aufgeben, sondern Ihre Ideen und Gedanken sowie die exzerpierten Zitate in „Rohform“, also nicht ausformuliert, notieren. Gerade hier erweist sich der Vorteil der Arbeit mit Computern im Allgemeinen und mit Textverarbeitungsprogrammen im Besonderen: Man kann problemlos Stichpunkte eingeben, sie zu einem späteren Zeitpunkt sichten und ausformulieren.

Soll die Einleitung erst zum Schluss verfasst werden?

Diesen Ratschlag, der zunächst paradox wirkt, hört man immer wieder. Ob Sie die Einleitung der Hausarbeit tatsächlich am Schluss oder zu Beginn verfassen, ist Bestandteil eines persönlichen Arbeitsstils, der sich erst im Laufe der Zeit herausbildet.

Man sollte sich einerseits vor Augen halten, dass die Einleitung eine Art Leitfaden vorgibt, daher sollte sie eigentlich stehen, bevor man anfängt. Gerade sie ist andererseits aber als ein „work in progress“ zu sehen, ein dynamisches Gebilde, das evtl. nach dem Abschluss der Hausarbeit noch einmal geändert werden muss.

Beginnen Sie nicht, ohne sich über Ihre Vorgehensweise, die sich in der Einleitung spiegelt, Klarheit verschafft zu haben (s. oben). Das heißt jedoch nicht, dass die Einleitung in diesem ersten Stadium fertig formuliert sein muss.

Was tun bei Schreibblockaden?

Sollten Sie tatsächlich einmal gar nicht weiterkommen, Ihnen auch keine Stichpunkte, Begriffe etc. einfallen, dann ist die erste Sofortmaßnahme eine höchst einfache: Pause machen und sich mit Dingen beschäftigen, die immer und sehr verlässlich Spaß machen: eine Runde Klavier spielen, den Hund spazieren führen, sich leichter Lektüre widmen, Sport machen oder ein leckeres Essen kochen. Sie sollten sich auf jeden Fall von Ihrem Arbeitsplatz erheben und nicht versuchen, die Blockade mit Spielen an Ihrem Arbeitsgerät, dem Computer, oder dem Handy zu überwinden. Dies kann später auch dann einen unguten Sog ausüben, wenn Sie eigentlich im Schreibfluss sind.

Wenn die Pause vorbei ist und Sie immer noch nicht vorankommen, dann zahlt sich als Nächstes ein nicht allzu straffer Zeitplan aus: dieser erlaubt es, einen ganzen Tag bei der Hausarbeit zu pausieren.

Bei straffem Zeitplan oder einer Blockade an Tag 2 empfiehlt es sich, eine „befreiende“ und möglichst eine „geregelte“ Schreibmethode auszuprobieren (vgl. von Werder 2011, S. 9). Die erste „befreiende Methode“ heißt „free writing“ und ähnelt der „écriture automatique“ der französischen Surrealisten. Sie schreiben auf, was Ihnen durch den Kopf geht – das kann sehr allgemein bleiben, kann sich auf ein bestimmtes Thema beziehen, kann durchaus auch einmal zu ungewöhnlichen Zeiten, mitten in der Nacht oder früh am Morgen, gehandhabt werden.

Eine gute „geregelte Methode“ ist demgegenüber das „Journalschreiben“ – hier geht es nicht allein um das Abfassen eines Tagebuchs, sondern vielmehr darum, dass Sie im Schreiben eine „persönliche Beziehung zu Ihren Studieninhalten“ (von Werder 2011, S. 79) und damit auch zu Ihrer geplanten Hausarbeit finden.

Mehr zur Überwindung von Schreibblockaden finden Sie auch unter Schreibblockaden überwinden.

„Ich“ oder lieber nicht?

Sollten Sie für Ihre Hausarbeit auch ältere Quellen bzw. ältere Sekundärliteratur, etwa aus den 1970er Jahren, heranziehen, dann stoßen Sie vielleicht während der Lektüre auf den „majestätischen Plural“ – auf einen Autor, der sich, die schreibende Autorität, nicht verschwinden lässt, sondern sie sogar multipliziert. Heute ist ein solches Procedere tendenziell im Aussterben begriffen. Gerade dann, wenn man wissenschaftlicher Anfänger ist, sollte man eine solche Formulierung unter allen Umständen vermeiden – „sie kommt nicht gut“, so könnte man salopp formulieren.

Was sich heute im Gegensatz zum „Pluralis Majestatis“ eher durchzusetzen scheint, allerdings verhalten, ist die 1. Person Singular. Der/die Schreibende scheut also nicht davor zurück, sich im Text als „Ich“ zu bezeichnen. Ob diese Formulierung akzeptabel ist, hängt vom Habitus der wissenschaftlichen Disziplin und auch von Gepflogenheiten der jeweiligen Fakultät ab. Im Allgemeinen kann man sagen, dass mit der Ich-Form vorsichtig umgegangen werden sollte. Grundsätzlich ist sie eher für Rezensionen als für andere Textsorten, wie etwa die Hausarbeit, geeignet.

Wie binde ich Inhalte der Quellen bzw. der Sekundärliteratur
in meinen Text ein?

Wenn Sie nun, ggf. nach Pausen und/oder den oben erwähnten Übungen an dem Text Ihrer Hausarbeit schreiben, müssen Sie daran denken, Ihre Quellen, Ihre Sekundärliteratur in Ihren eigenen Text einzuarbeiten. Formal kann dies auf zwei Arten geschehen: direktes und indirektes Zitieren bzw. Zitieren und Paraphrasieren. Während ein Zitat immer die ganz direkte, unveränderte wörtliche Übernahme aus einem Text meint, besteht ein indirektes Zitat bzw. eine Paraphrase aus einer Umformulierung der übernommenen Inhalte.

Beide Formen der Übernahme fremder Texte müssen unbedingt kenntlich gemacht werden, entweder in einer Fußnote (deutsche Zitierweise) oder im Text selbst (amerikanische Zitierweise). Für das Abfassen einer Literaturangabe gibt es konkrete Regeln bzw. Systeme, die Ihnen manchmal als „Style Sheet“ von den DozentInnen Ihrer Seminare zur Verfügung gestellt werden. Bemerkungen dazu finden Sie auch auf dieser Website unter richtig zitieren.

Während die formalen Komponenten klar sind und daher bei entsprechender Aufmerksamkeit keine Probleme bereiten dürften, ist es vielleicht nicht ganz so leicht, eigenen und fremden Text adäquat miteinander zu verbinden. Für Anfänger ist es typisch, entweder zu viel oder zu wenig zu zitieren.

Im ersten Fall kann das entstehen, was man als „Hangeln von Zitat zu Zitat“ bezeichnen könnte. Die Quelle bzw. der Sekundärtext steht im Zentrum, man hüpft von einer Übernahme zur nächsten, ohne diese flüssig in den eigenen Text zu integrieren. Wichtig ist jedoch, dass Sie selbst dann, wenn Sie ein längeres Zitat übernehmen, das sich graphisch vom übrigen Text abhebt, unbedingt daran denken, dieses Zitat einzuführen und es möglichst nach dem Zitieren kurz zu kommentieren. Im Mittelpunkt steht immer der eigene Text, nicht die Zitate. Es geht um Ihre Argumentationslinie, der Zitate beigegeben werden, und nicht umgekehrt.

Im zweiten Fall versäumen Sie es zu zitieren und damit einen Bezug zur Quelle bzw. zur Sekundärliteratur herzustellen. Eine solche Vorgehensweise ist nur dann akzeptabel, wenn es zu Ihrem Thema keine Literatur gibt. Dann ist die Grundlage Ihres Textes entweder eine empirische Studie, die Sie selbst durchgeführt haben, oder ein Primärtext; das kann auch ein Film oder eine Audioquelle sein, die außer Ihnen noch niemand analysiert hat.

Gerade während des Abfassens der ersten Hausarbeit ist es nicht ganz einfach, einen guten Rhythmus von Eigenem und Fremdem zu finden. Diesen haben Sie dann erreicht, wenn Sie selbst oder eine Leserin bzw. ein Leser Ihres Vertrauens Ihre Hausarbeit flüssig lesen können.

Wie sieht ein guter Text aus?

Für einen guten Text gibt es kein Patentrezept. Dass er grammatikalisch und orthographisch bis in das kleinste Satzzeichen hinein korrekt sein muss, bedarf keiner extra Erwähnung.

Ein Ziel des Schreibens ist Ausgewogenheit – zum einen zwischen eigenem und fremdem Text, zwischen eigener Argumentation und Zitaten sowie Paraphrasen.

Zum anderen liegt die Ausgewogenheit in der sprachlichen Gestaltung des eigenen Textes. Das Zauberwort dafür heißt Abwechslung. Betrachtet man die Syntax, dann alternieren in diesem Fall lange und kurze Sätze, parataktische (Hauptsätze) und hypotaktische (Haupt- und Nebensatzgefüge) Konstruktionen sowie Formulierungen im Aktiv und (sparsamer) im Passiv. Die Lexik, Ihr Wortschatz, zeichnet sich durch ein schriftsprachlich hohes Niveau aus. Fachbegriffe und Fremdwörter kommen angemessen zum Einsatz. Der Gesamtton des Textes ist neutral zu halten, emotionale Färbungen haben in einer wissenschaftlichen Arbeit nichts oder zumindest kaum etwas verloren. Auch die eigene Meinung der Verfasser ist nicht oder kaum gefragt, denn im Mittelpunkt steht immer eine analytisch genaue, sachlich nachvollziehbare Darstellung. Davon ist Ihre Person (s. oben) zwar nicht zu trennen, Ihr Text kann also nur bedingt objektiv sein. Ziel einer geistes- oder sozialwissenschaftlichen Arbeit ist es jedoch, ihre Erkenntnisse so zu präsentieren, dass sie auf der Grundlage der angewendeten Quellen, der Methoden und des Argumentationsgangs für alle Rezipienten gut nachvollziehbar sind.

Worauf sollte beim Formulieren geachtet werden?

Die Hausarbeit ist im Register der deutschen Schriftsprache abzufassen. Es gilt, nicht allzu salopp zu formulieren, möglichst keine Modewörter zu verwenden, mit sprachlichen Bildern sparsam umzugehen, um letztendlich einen flüssig lesbaren und sowohl gedanklich als auch sprachlich interessanten Text zu erhalten. Im Folgenden sollen einige „Stolpersteine“ etwas genauer unter die Lupe genommen werden. Der besseren Übersicht halber sind sie in drei Gruppen gegliedert.

1. Gedankliche und konzeptionelle Fehler

Dass Sie eine tragfähige Gliederung aufstellen müssen, dass Sie im Verlauf Ihres Texts argumentieren, wurde bereits gesagt. Unbegründete Behauptungen aufzustellen, von Zitat zu Zitat zu springen oder überhaupt nicht zu zitieren – all dies weist auf eine mangelnde gedankliche Durchdringung der Hausarbeit hin.

Ein anderer, weit verbreiteter Fehler, der immer dann aufzutauchen droht, wenn es um das Referieren eines fiktionalen oder auch expositorischen Textes geht, ist die Konfusion von inhaltlicher Ebene und Diskursebene. Anders gesagt: In einem Text wird erzählt von, ist die Rede von, geht es um, steht jemand/etwas im Mittelpunkt usw. Der Text befindet sich also auf einer diskursiven Ebene: Inhalte werden gestaltet, ein Autor verarbeitet einen Stoff oder erfindet eine Intrige. Kurz gesagt: im Text stehen bestimmte Inhalte im Mittelpunkt, doch sie finden in ihm nicht statt. Salopp gesagt: Wir sind nicht bei Tintenherz, bei Figuren, die aus dem Text heraus zum Leben erweckt werden und bei Bedarf wieder im Text verschwinden. Oder um es noch krasser mit einem Beispiel zu sagen: Peter und Petra heiraten nicht im Text, sondern der Text berichtet von ihrer Eheschließung. Versuchen Sie sich eine Hochzeit oder irgendeine andere konkrete inhaltliche Episode im Text einmal vorzustellen, das ist witzig und absurd gleichermaßen.

Setzen Sie sprachliche Bilder sparsam ein und seien Sie sich immer über die Konsequenzen eines solchen Einsatzes im Klaren. Bilder schaffen Bilder im Kopf der Leser. Da diese inneren Bilder sehr viel weniger als neutrale Aussagen zu kontrollieren sind, können sich Sinnentstellungen ergeben.

Und, wie bereits gesagt: Gehen Sie sparsam mit Richtungsanweisungen um. Ein guter Text benötigt diese eigentlich nur in der Einleitung.

2. Fallen des Satzbaus

„Warum wir am Passiv leiden“ – so betitelt Wolf Schneider (vgl. Schneider 2012, S. 28) einen Abschnitt seiner „Deutsch-Stilkunde in 20 Lektionen“ und liefert eine Vielzahl von Beispielen für seine These. Selbst wenn Schneider vielleicht ein bisschen übertreibt, so gilt, dass das Passiv möglichst sparsam und niemals mehrfach hintereinander eingesetzt werden sollte. Seine Verwendung ist insofern günstig, als es die Nennung des Schreibenden in der Ich-Form verhindert. Wenn ein Text jedoch in einem Absatz in kurzer Abfolge die Formen „werde/n“, „wird“, „wurde/n“, „worden“ o. Ä. aufweist, dann ist er misslungen. Kurz gesagt: Überprüfen Sie Ihre Texte auf die Formen des Passivs hin und nehmen Sie ggf. Änderungen vor.

Je komplizierter, desto besser – das sagen sich Liebhaber von Bandwurmsätzen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Mehrfach ineinander verwobene Haupt- und Nebensatzgefüge sind wenig leserfreundlich, denn sie zerstören im schlimmsten Fall die Konzentration ihrer Adressaten. Begnügen Sie sich mit überschaubaren Satzgefügen, in denen Sie das Wesentliche niemals im Nebensatz, sondern immer im Hauptsatz sagen. Wenn verschlungene Satzkonstruktionen nicht zu vermeiden sind bzw. sinnvoll erscheinen, dann achten Sie unbedingt darauf, dass sie stimmig sind, die einzelnen Teile also zueinander passen.

Ein anderes Stilmerkmal, das man häufig in wissenschaftlichen Texten vorfindet, sind Nominalisierungen dort, wo man eigentlich mit verbalen Konstruktionen besser bedient wäre. Es steht außer Frage, dass Nominalisierungen synthetisieren, also Wesentliches in einen Begriff fassen und (s. oben) sich gut für Überschriften eignen. Zu viel davon ist jedoch nicht günstig, denn die Aussage wird zu dicht und damit wenig nachvollziehbar. Das Verb ist der „König der Sätze“, um noch einmal Wolf Schneider (Schneider 2012, S. 34) zu bemühen.

Konnektoren bzw. „connectives“ kennen Sie zumindest aus dem Englischunterricht der Oberstufe. Davon auch in der Muttersprache einige einsetzen zu können, ist ratsam.

Modulieren Sie Ihren Text mit Satzzeichen. Denken Sie daran, dass nicht nur Punkt und Komma den Rhythmus eines Textes bestimmen, sondern dass Gedankenstriche, Doppelpunkte, Ausrufe- und Fragezeichen sowie Semikola helfen können, Aussagen zu verdeutlichen.

3. Ungeschickt eingesetzter Wortschatz

Von Verben und Nomen war bereits im Kontext der Syntax die Rede. Eine weitere Wortklasse, die einen vorsichtigen Umgang gebietet, sind Adjektive. Weder Goethe noch Thomas Mann, deren Meisterschaft in der Verwendung von Adjektiven unerreichbar erscheint, gehören zum Heer der Normalschreiber. Als Studierende und auch als fortgeschrittene Wissenschaftler sollten Sie Adjektive nur dann in Ihren Text einbringen, wenn Sie eine konkrete Funktion haben, d. h. entweder der Unterscheidung dienen oder tatsächlich eine wesentliche Eigenschaft benennen.

Im Deutschen tendiert man mehr als in anderen Sprachen dazu, mit Füllwörtern bzw. sogenannten „Abtönungspartikeln“ zu arbeiten. Gerade in diesem Bereich zeigen sich vielerlei Präferenzen und ergeben sich Redundanzen! Überlegen Sie selbst, wie oft Sie solche Wörtchen wie „auch“, „ja“, „aber“, „vielleicht“, „eigentlich“ usw. in Ihre Sätze einbauen. Das geschieht meist ganz automatisch. Deshalb ist eine Endkontrolle, die besonders die Füllwörter in den Blick nimmt, eine gute Sache.

Andere Gruppen von Wörtern definieren sich durch ihre Semantik, also ihre Inhalte. Dazu zählen Fachbegriffe, Fremdwörter, Neologismen, Archaismen, Modewörter und Provinzialismen.

Im Einzelnen:

Gerade als Studienanfänger ist man mitunter geneigt, Fachwörter im Übermaß in die eigenen Texte einzubringen. Schließlich möchte man zeigen, was man gelernt hat. Fachbegriffe können sogar wiederholt werden, in der Regel gibt es keine Synonyme dafür. Sie sind aber nur dann zu verwenden, wenn sie eine inhaltliche Berechtigung haben.

Mit Fremdwörtern kann man durchaus auch Abwechslung in einen Text bringen, dies sollte jedoch zurückhaltend angewandt werden. Exzessiver und erst recht falscher Fremdwortgebrauch ist unbedingt zu vermeiden.

Neologismen, Wortneuschöpfungen, haben in einer Hausarbeit in der Regel genauso wenig zu suchen wie Archaismen (Wörter, die veraltet sind). Dasselbe gilt für Modewörter, die vielleicht sogar der Jugendsprache angehören. Da ist gar nichts „cool“ oder „swag“ oder „yolo“.

Ein anderes Problem, das manche Studierende in den ersten Semestern noch nicht als solches identifizieren können, bezieht sich auf Provinzialismen. Es handelt sich nicht im engeren Sinne um Dialektwörter, sondern um sprachliche Besonderheiten, die in einem Landkreis, einer Region etc. gehäuft auftreten. Hessische Beispiele sind die Verwendung von „als“ im Sinne von „ständig“, „andauernd“ oder „drinne“ anstatt „drinnen“. Solche Entgleisungen sind in der Schriftsprache tabu.

Wie viele Seiten darf eine Hausarbeit oder Seminararbeit umfassen?

Die Länge einer Hausarbeit ist so gut wie immer vorgegeben. Als Faustregel für den Text können Sie jedoch meistens 10–15 Seiten veranschlagen.

Manche Dozenten sind in puncto Länge sehr eigen: Wenn sie die Arbeit auf acht Seiten limitieren, akzeptieren sie keine Seite mehr. Andere sind lockerer.

Versuchen Sie immer, sich an die Vorgaben zu halten. Gelingt es Ihnen nicht, klären Sie ein Weniger oder Mehr stets mit den Dozenten Ihrer Seminare ab.

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