Ratgeber Promotion / Dissertation Erfolgreiche Dissertation

Spaß an der eigenen Dissertation

Wie Sie sich die Verbindung von Beruf und Dissertation vereinfachen und sich den Spaß an Ihrer Doktorarbeit über die Jahre erhalten

Finden Sie heraus, zu welchen Zeiten Sie selbst am besten und kreativsten arbeiten können (Biorhythmus beachten, Organisationstipp [siehe Kasten] verwenden). Wenn Sie eine Familie haben, stimmen Sie mit ihr ab, welche Zeiten Sie davon realistisch für die Arbeit an der Dissertation nutzen können. Berücksichtigen Sie dabei die Stunden und Tage, die Sie für Ihre eigene Erholung und dazu brauchen, mit Ihrer Familie sowie Freundinnen und Freunden zusammen zu sein.

Organisationstipp:

Welche Zeiten kann ich mir für die Arbeit an meiner Diss organisieren?

  1. Schreiben Sie für Sie mögliche Zeiten auf (z. B. morgens von 5 bis 7, am Wochenende, nachts von 10 bis 12, einen Tag in der Woche, 3 Stunden täglich etc.).
  2. Wählen Sie eine dieser Zeiten aus.
  3. Erproben Sie diese Zeit über einen festgelegten Zeitraum (4 Wochen, 2 Monate …) verbindlich (erlauben Sie sich keine Ausrede!).
  4. Wie sind Ihre Erfahrungen?
  5. Behalten Sie die Zeit bei, ergänzen Sie sie durch eine weitere Zeit oder probieren Sie eine neue Option.

Wenn die Diss-Zeiten sich mit Ihren Arbeitszeiten überschneiden, überlegen Sie, welche Optionen Sie zur Organisation von zeitlichen Freiräumen haben, zum Beispiel:

  • Freistellung durch den Arbeitgeber (1 Tag in der Woche, 4 Wochen am Stück …)
  • Bei einem Vollzeitjob: Machbarkeit der (zeitweisen) Reduktion auf eine Teilzeitstelle

Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber. Eröffnen Sie ihm, dass Sie eine Doktorarbeit schreiben wollen. Unterbreiten Sie Ihre Vorschläge zur Vereinbarung Ihrer Doktorarbeit mit der Arbeitszeit. Bekommen Sie heraus, wie Ihr Arbeitgeber dazu steht, ob er bereit ist, Ihnen entgegenzukommen, und wie flexibel er ist, falls nach einer Zeit aus Ihrer Sicht Änderungen notwendig werden. Finden Sie Argumente, die Ihren Arbeitgeber davon überzeugen könnten, dass auch die Firma von Ihrer Dissertation profitieren wird. So kann zum Beispiel ein klein- oder mittelständisches Unternehmen den Doktortitel nutzen, um seine Reputation gegenüber Kunden zu steigern.

Lassen Sie sich helfen, wo immer es geht, zum Beispiel von studentischen Hilfskräften, die Aufgaben wie Programmieren oder die Eingabe von Daten bei empirischen Forschungsarbeiten übernehmen können. Oder organisieren Sie sich eine Haushaltshilfe. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese organisatorischen Aufgaben zu bewältigen, lassen Sie sich durch andere Promovierende oder durch einen Schreibcoach unterstützen. Das ist völlig legitim sowie zeitsparend und entlastet insbesondere diejenigen unter Ihnen, deren Stärken in anderen Bereichen liegen.

Machen Sie sich einen Plan, wie Sie Zeiten ausgleichen, die Sie in stressigen Phasen für den Job brauchen, die aber für die Dissertation reserviert waren. Nehmen Sie Pausen sowie Zeiten für Ihre Hobbys und sozialen Kontakte sehr ernst. Diese sind essentiell für Ihr Durchhalten und wirken sich positiv auf die Arbeitsleistungen und damit die Qualität Ihrer Doktorarbeit aus.

Ratgeber Promotion / DissertationLesen Sie auch unsere Kurzgeschichte zu diesem Thema.

Hanna und ihre Erfahrungen mit ihrem Betreuer. Eine exemplarische Geschichte mit einem Augenzwinkern, die sich leicht und locker liest. Eine lehrreiche Fiktion als Abwechslung vom Lernen mit wissenschaftlich (exakter) Literatur. Viel Spaß beim Lesen →

Dieser Artikel wurde von Dr. Gudrun Thielking-Wagner verfasst.
Diese Webseite verwendet Cookies / Webanalyse, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Mehr Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung. Ok