Checkliste: Was ist vor der statistischen Auswertung der Daten zu beachten?

Aufbereitung der Daten

Die statistische Datenanalyse setzt voraus, dass die Untersuchungsergebnisse in irgendeiner Weise numerisch quantifiziert sind (als „Zahlen“ erscheinen).

  • Falls die Daten noch nicht elektronisch erfasst wurden (SPSS, Excel, Textdatei usw.), sollte das in Absprache mit dem Mentor geschehen und eine entsprechende „Eingabemaske“ erstellt werden.
  • Jeder Fall bekommt eine Identifikation („ID“).
  • Wichtig ist der Datenschutz: die Dateien dürfen keine personenbezogenen Daten enthalten (Name, Adresse, Geburtsdatum usw.).
  • Eine Variablenliste enthält alle erhobenen Variablen mit inhaltlicher Beschreibung, bei qualitativen Variablen (z. B. „Geschlecht“) auch die Ausprägungen („männlich“/„weiblich“). Diese Liste kann auch nach Rücksprache mit dem Statistikberater als „Syntax-Datei“ für die Auswertung mit dem Statistikprogramm eingegeben werden.
  • Fehlende Werte bei den Daten („missings“) müssen entsprechend kodiert werden (z. B. mit „99“ oder „999“). Dann ist später klar, dass die Eingabe nicht vergessen wurde, sondern tatsächlich ein Wert nicht vorhanden ist.

 

Sind die Daten komplett eingegeben, erfolgt mit dem Statistikprogramm zuerst eine einfache deskriptive Auswertung (Minimum, Maximum, Mittelwert, Häufigkeiten, „Ausreißer“) aller Variablen. Nicht plausible Werte und Merkmalsverteilungen können hier Hinweise auf Eingabe- oder Kodierungsfehler liefern. Erst nach diesem Schritt sollte mit weiteren Rechnungen und Auswertungen, z. B. Hypothesentests, begonnen werden.

Definition der Auswertungsziele

Neben der Daten- und Statistikebene gilt es, auch die inhaltliche Ebene bei der zielgerichteten Auswertung mit einzubeziehen.

  • Die Fragestellung sollte formuliert sein, bevor tiefer gehende Berechnungen beginnen. An dieser Stelle können Sie auch auf die Hilfe des Statistikberaters zurückgreifen.
  • Handelt es sich um eine explorative (hypothesengenerierende), populationsbeschreibende oder hypothesenprüfende Untersuchung? Bei hypothesenprüfenden Untersuchungen sollten die inhaltlichen Hypothesen („in Worten“) formuliert werden.
  • Es ist wichtig, dass mit dem Auftraggeber/Betreuer neben den Fragestellungen genau abgesprochen wird, ob alle Fälle im Datensatz oder nur eine Subgruppe analysiert werden sollen. Das erspart unnötige Arbeit und den Ärger hinterher!

 

Wenn diese Vorarbeiten abgeschlossen sind, gibt der Kunde sein „O. k., gut zum Rechnen“, und die weiteren Rechnungen können durchgeführt werden.

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