Zitate und Plagiate

Werden Ideen und Texte von anderen Autoren übernommen, ohne dass dies durch eine Quellenangabe gekennzeichnet ist, spricht man von einem Plagiat. Plagiate bei wissenschaftlichen Arbeiten gab es schon vor der Erfindung des Internets. Mit der weltweit steigenden Vernetzung steigt aber die Gefahr des Diebstahls von geistigem Eigentum. Bei Verwendung der Text-Kopierfunktion mittels der Zwischenablage des Computers muss man elektronische Texte nicht einmal abschreiben.

Ohne den Nutzen der Verfügbarkeit von vielen Informationen im Word Wide Web infrage zu stellen, birgt dieser Komfort gleichzeitig auch die Gefahr, dass neue, kreative Gedanken und tieferes Verständnis von Sachverhalten auf der Strecke bleiben. Bei einer Bachelorarbeit oder Hausarbeit sollte demnach insbesondere darauf geachtet werden, dass klar getrennt wird zwischen dem, was an eigenem Gedankengut eingeflossen ist, und dem, was man aus anderen Arbeiten wörtlich oder inhaltlich übernommen hat.

Ab wann gilt eine Arbeit als Plagiat?

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Dass eine wissenschaftliche Arbeit zu großen Teilen auf den geistigen Leistungen anderer fußt, ist selbstverständlich. Den Stand der Forschung zu kennen und wiederzugeben ist Bestandteil einer guten Arbeit. Ausgehend von diesem Fundament an Quellen beantwortet man offene oder neue Fragen mithilfe eigener Ideen. Eine Bachelorarbeit oder Hausarbeit wird bekannte Theorien oder bekanntes Wissen beschreiben und somit viele Fußnoten bzw. Literaturangaben enthalten.

Beispiel

Eine Bachelorarbeit enthält ein Kapitel zu den Abstimmungsverfahren im Bundestag. Das Kapitel enthält drei Fußnoten pro Seite. Außerdem werden immer wieder dieselben Quellen genannt, das ganze Kapitel besteht mehr oder weniger aus Zitaten. Die ist sehr plausibel, da der Autor sich hier an Gesetzestexten, Verfahrensbeschreibungen und Aussagen des Bundestagspräsidenten orientieren wird. Bei der Beschreibung von Sachverhalten kann der Autor wenig eigene Ideen einbringen und wird viele Zitate verwenden. Geht es um eine Beurteilung von Sachverhalten, kann der Autor seine eigene Meinung, möglichst mit einer angemessenen Begründung, darlegen. Ein Kapitel, das eine Bewertung und Beurteilung der Verfahren beinhaltet, sollte Platz für eigene Ideen bieten und weniger Fußnoten enthalten.

Wenn einmal ein Zitat vergessen wurde

Aus meiner eigenen Erfahrung als Prüfer und aufgrund der Gespräche mit Kollegen kann ich Studierenden Folgendes mit auf den Weg geben. Wenn Sie einmal ein einzelnes Zitat in einer Bachelorarbeit vergessen, wird man Ihnen dies nachsehen, das ist menschlich. Wenn Sie mehrfach Gedanken und Ideen von anderen Autoren verwenden, ohne darauf hinzuweisen, und der Prüfer bekommt den Eindruck, dies ist ganz bewusst geschehen, kann er sauer werden. Bei der Plagiatsprüfung lassen sich Professoren häufig von Plagiats-Check-Software assistieren. Die Erkennungsrade bei ausgelassenen Zitaten sind recht hoch. Bachelorarbeiten und Masterarbeiten werden außerdem genauer kontrolliert als Hausarbeiten. Sie können für Ihre eigene Arbeit auch außerhalb Ihrer Hochschule selbst eine Plagiatskontrolle vornehmen lassen, um die Zitierweise zu überprüfen. Beschreibung der Plagiatssoftware.

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